OliverSchulz.eu

Travel, Write and Share...

Eine Bahnfahrt, die ist lustig!

Eine Bahnfahrt, die ist schön!?

War ja klar, dass ich das auch mal miterleben muss… Mein Zug von Tokyo nach Fukushima, wo mich meine Gastfamilie um 16 Uhr erwartet hat, verspätete sich um einige Minuten. Mein Telefonat mit der örtlichen JR East Geschäftsstelle ergab, dass es Probleme mit dem Zug gab und eine voraussichtliche Ankunft gegen 18 Uhr in Fukushima geplant ist. Wie jeder merkt sind das Zwei Stunden hinter der vereinbarten Zeit. Da ich auch ein kaputtes Handy besitze, dass man nur benutzen kann wenn der Winkel des Aufklappteils zwischen 90 und 45 Grad liegt. Da in diesem Handy zwei Lautsprecher verbaut sind, wo der eine, der ab 90 bis 180 Grad zur Verfügung stehen sollte, leider kaputt oder einen Wankelkontakt hat. Somit kann ich nur recht schwer telefonieren und muss das Gerät auf sehr laut stellen. Zusätzlich höre ich kein Klingeln… Man kann von Trost sagen, dass ich meine Gastfamilie erreichen konnte und ihnen das mitteilen konnte, so dass sie umplanen konnten. Übrigens sind die Durchsagen in der Bahn nur auf Japanisch, also ich meine jetzt nur die Durchsagen zu irgendwelchen unvorhergesehenen Ereignisse! So weiss ich armer Europäer nicht was los ist. Nun gut, es kann nur noch besser werden, oder?

Na klar wurde alles besser. Auf dem Bahnhof erkannte man mich direkt. Okay, als einziger Ausländer war es jetzt nicht gerade so schwer. Meine Gastfamilie ist eine extrem nette Familie, die mich direkt auf das herzlichste aufnahm. Gemeinsam ging es dann etwas abseits in eine ländlichere Gegend. Ich hatte den Eindruck, als wenn ich in der Eifel wäre. Berge, Flüsse und Täler waren genau so wie in der Eifel… Heimweh? Zurzeit noch Fehlanzeige, obwohl ein bisschen Fleisch essen und im eigenen Bett schlafen wäre doch wieder mal wieder fein. Am Abend ging es dann noch zu einem traditionellen Fest, dem Obodori Tanz, wo der Großvater der Familie die Trommeln spielte. Schwer zu beschreiben, aber der Text, wenn es denn Text sein sollte, dann hörte es sich wirklich „komisch“ an. Ich musste, Gott sei dank, nicht tanzen, da keiner dort tanzte, deswegen halt „Obidori Tanz“! Aber viele Japaner waren im Kimono oder Yukata (Sommer – Kimono) gekleidet. Dieses Fest findet übrigens nur einmal im Jahr statt! Mit mir wurde auch etwas angegeben, so wurde jeder Bekannte der Familie auf den deutschen Gast hingewiesen. Nun ja, mich hat es nicht gestört, würden wir ja genau so machen. Oder?

Am ersten vollen Tag gab es ein traditionell japanisches Frühstück. Miso – Suppe mit Muscheln, Fisch, einem kleinem Schüsselchen voller Reis und einem Salat (Blattsalat, Gurkenstücke, Tomaten und Soja Sprossen). Zusätzlich gab es noch so etwas wie ein Omelett, nur zusammen gerollt. Alles extrem lecker (JA, ich habe alles gegessen!!!), aber ich frage mich spontan, warum die Japaner so dünn sind?!?! Sie waren ganz geschockt, als ich sagte, dass ich morgens Brot, Mittags was warmes und Abends nichts oder kaum was esse. Man fragte mich nur, warum ich dann kräftige Arme, so groß und breite Schultern habe. Ohne Witz! Kein Wort zu dem Bauch, okay, langsam verschwindet her auch.

Am Nachmittag ging es zu einem Traditionellen Samurai Fest, an dem alle Samurai – Clans ( oder – Familien) einen oder mehrere Reiter stellten. Erstmal wurde mit einer großen Parade bis zu einem „Duell“ – Platz geritten. Durch die Menge angefeuert, riefen so manche Samurai Krieger ihre Danksagungen in die Menge. Ein bisschen später wurde dann ein Pferderennen veranstalten, bei dem die Samurai in voller Montur um die Wette rieten. Am Abend war es dann so weit und ich durfte mich an den japanischen Feuerwerkskünsten ergötzen. Ich hatte zwar mehr erhofft, da man ja immer von den Asiatischen Feuerwerken so schwärmt, dennoch war es ein recht schöner Abend der pompös endete.

Wer jetzt denkt, dass ich nun wahrscheinlich toll schlafen kann, der weiss noch nicht, dass ich zu Mittag scharfen koreanischen Reis hatte. Keine Angst, es wird noch besser… Um 21:30 entschied sich meine Gastfamilie noch für ein Abendessen bei dem örtlichen Sushi Laden. Ich weiss gar nicht mehr was ich alles gegessen habe, aber es umfasste glaub ich fast jedes stolze Aquarium. So konnten weder „Sea – Shell“ (= See Muschel), „Bauchfisch“ (Keine Ahnung wie die genaue Bezeichnung war…) und viele andere nette Lebewesen unserer Essgier entkommen. Okay, gut… Ich gebe es zu… DIE ESSEN MICH UNTER DEN TISCH… ICH kann nicht mehr! Ich hoffe ich vertrage alles…

So wohlgenährt wie ich schlafen ging, so muss man vermutlich davon ausgehen, dass ich jetzt erstmal ein paar Stunden Schlaf vor mir habe. Es waren ein paar stunden, aber dieses „paar“ Stunden waren dann insgesamt 7 Stunden. So durfte ich mich dann morgens um 6:30 mit meinem Frühstück auseinandersetzen. Ich will und kann es gerade nicht mehr beschreiben, aber es umfasste mal wieder meine Lieblingssuppe Miso und viele andere traditionelle japanische Gerichte. Einerseits bin ich der Familie extrem dankbar, da ich nun schlanker bin als vor meiner Reise und mein Magen ist jetzt auch abgehärtet… Die restlichen Tage und Bilder folgen am Dienstag Abend oder Mittwoch morgen, da ich ab dann wieder in einem Hotel bin und kostenloses Internet habe.

Till ich hoffe du bist gut angekommen, konnte dich im Hotel nicht erreichen. Laut dem Rezeptionist gab es dich nicht… o_O

Updated: 03.09.2013 — 11:18

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

OliverSchulz.eu © 2011-2015 Frontier Theme