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Aaaa, so desu ka…

… oder in etwa zu Deutsch „Ich sehe du sprichst und ich höre zu“
(Ausruf, der ab und zu zwischen Sätzen gesagt wird, um Aufmerksamkeit zu signalisieren!)

Natürlich schreibe ich den Blog nicht auf Japanisch, aber zumindest über Japanisch. Ich bin seit Montag im Landesspracheninstitut in Bochum (LSI Bochum) und lerne in einem dreiwöchigen Grundkurs intensiv Japanisch. Es hieß am Anfang des Kurses in etwa:
„Ihr seid hergekommen als Babys und nach den 3 Wochen werden ihr so viel können wie die zweite Schulklasse in Japan. Man werdet ihr schnell groß.“
Das heißt, wir Babys lernen in den 3 Wochen Hiragana und Katakana. Da jeweils ca. 100 verschiedene Zeichen, bzw. Kombinationen (Sonderbedeutungen). Zusätzlich dann 150 Kanjis, wo jedes Kanji eine eigene Bedeutung hat. Aber nun ja wir haben 5 Lehrer(innen), die sich um uns 6 (!!!) Schüler kümmern. Ich bin der jüngste hier im Kurs, die anderen sind so ab Ende 30 und aufwärts zu finden. Jammern ist nicht, wir haben es uns ausgesucht und verdammt viel Geld gelatzt.

Mein erster Tag hier im LSI begann Erfolgs versprechend ich war recht früh ( 5 Uhr ) losgefahren um pünktlich um 11 Uhr mein Zimmer beziehen zu können. Um Punkt 6 war ich dann auch hier, was mir zumindest einen sehr guten Parkplatz spendierte. Was macht man also 5 Stunden lang, wenn der Kurs erst um 14 Uhr anfängt und das Zimmer ab 11 Uhr bezogen werden kann? Gute Frage, ich habe mich dazu entschlossen, einen kleinen Spaziergang um das Gelände zu machen (10 Minuten) und den Rest habe ich dann damit verbracht, dass ich mein Ãœbungsbuch von japanisch nach Deutsch übersetzt habe. Bis auf einen Dialog hatte ich alles (20 Din A4) Seiten übersetzt, dass dieser Dialog später als einziges vorgelesen wurde, kann sich vermutlich jeder denken…
Der japanisch Kurs begann erstmal mit einer Vorstellungsrunde, wir stellten uns vor… Ach ne, warte mal, unser zweites Ich… Wir sollten uns erstmal japanische Namen zu legen, ist einfacher für die Japanisch Lehrer(innen) sich diese zu merken, als Oliver. Ich suchte mit natürlich den passendsten Namen aus: „ooishi“ ( In dem Fall wird das O einmal lang gesprochen! ) Dieser Name bedeutete: Großer Stein. Warum ich diesen wählte, sollte jedem klar sein. Ich mag Steine!!! 😀

Wir finden also an, die ersten Kanjis zu tanzen. JA, ihr habt richtig gelesen. TANZEN. Wie auf so einer Waldorfschule tanzten wir unsere Namen. Wer sich fragt, wie ein großer Stein tanzt, den muss ich leider vertrösten. Erstens tanzen Steine ungern und zweitens habe ich kein Video gemacht. Wir haben noch das Alphabet gesungen, auf Basis eines Weihnachtsliedes. Wer zu spät kommt muss singen! Wenn man dann noch pantomimisch seine Hobbys darbieten muss und die anderen dies erraten müssen, dann hört es sich natürlich nicht nur an wie ein Abenteuer, nein man steckt als über Kopf in der Gewalt kleiner gemeiner Japaner fest. (Natürlich alles nur lieb gemeint!) Aber ich muss zugeben, dass ich das extrem hilfreich finde, wenn man sich so Zeichen besser verdeutlichen kann.

Leider muss ich jetzt mal fix weiter Vokabeln lernen, immerhin will ich ja einen positiven Eindruck hinterlassen und so viel wie möglich für meinen baldigen Aufenthalt in Japan mitnehmen!

So mit „Matane!“ (= Bis bald!)

Updated: 03.09.2013 — 11:18

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