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Die Leiden eines Lehrers

Heute werde ich euch mal einen exklusiven Einblick in das Privatleben eines Lehrers geben, damit auch ihr seht, wie viel Spaß aber auch Trauer es machen kann.

Lehnt euch zurück, nehmt eure Getränke und vielleicht auch das ein oder andere Essen in die Hand und begebt euch mit mir auf eine lange Reise durch Schluchten, Täler und Städte fern ab von eurer und meiner Heimat. Wir machen uns auf den Weg, wir ziehen uns warm an, denn noch ist es am morgen kühl und frisch. Wir riechen die frischen Blüten und den kühlen Tau. Gemeinsam gehen wir den zehnminütigen Weg von meinem Haus zur U-Bahn (Subway) und genießen die gerade hinter dem Berg aufgestiegene Sonne.
Okay, Schluss mit dem Rumgelaber, wir sind an der Bahn angekommen, es ist voll, es riecht nach Parfüm vermischt mit Schweiß, Tabak und noch etwas Alkohol vom Vortag. Ich stehe in der Bahn mit meinem Aktenkoffer, der wie jeden Tag mehrere Kilo wiegt und höre wieder mal diese nervigen Geräusche, wenn die Bahn steht und die Türen sich öffnen. Nach einer Stunde bin ich endlich in der Schule angekommen. Lassen wir das Theater beginnen…

Das Schlimmste am Lehrerdasein ist die Tatsache, dass entweder keiner einen versteht oder man mich nicht verstehen möchte.

Die jungen Studenten im Alter zwischen 4 und 12 sind kompliziert, sobald sie in Gruppen mit mehr als 4 Personen auftreten, dann werden diese Gruppen nicht nur laut und chatbereit, nein, sie verlieren auch noch das Interesse am Unterricht. Speziell, wenn es eine gemischte Klasse ist, dann wird meistens der Junge ziemlich lebendig, da er von seinen Artgenossen wahrgenommen werden will. Die Mädchen sind aber auch nicht besser, um gleich Mal das Vorurteil gegenüber den Jungen zu entkräften.
Mein schlimmster Fall im Unterricht war nicht das Benehmen der Schüler, sondern war die Tatsache, dass ein Schüler nicht lesen konnte, er aber schon in Themen war, die erforderten, dass man lesen kann. Er ist seit 2 Jahren in dieser Schule, immer nur von anderen ausländischen Lehrern unterrichtet worden, als ich dies meiner Chefin mitteilte, war sie verblüfft, aber glaubte es mir nicht. Nachdem sie eine Probestunde mit ihm, hatte war sie geschockt. Nun ist es, meine Aufgabe ihm Lesen und Schreiben beizubringen.

Updated: 05.09.2013 — 11:28

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